
Da die Feder und deren Vorspannung für das Fahrzeugniveau ausschlaggebend sind,
beeinflussen sie auch das Fahrverhalten des Fahrzeugs. Die richtige Federvorspannung
ist entscheidend für das Handling Ihres Motorrades.
Daher ist es unerlässlich, dass Sie vor Antritt der ersten Fahrt und nach jeder Verstellung
der Vorspannung die Negativfederwege überprüfen. Gehen Sie dabei wie folgt vor:
1. Heben Sie das Motorrad mit Hilfe eines Montageständers komplett aus der Feder,
sodass das Vorderrad frei über dem Boden schwebt.
2. Am Vorderrad dient die sichtbare Länge des Gabelinnenrohres als Messstrecke.
Ermitteln Sie den hier als „A“ bezeichneten Wert.
3. Stellen Sie das Motorrad nun senkrecht zur Fahrbahn auf den Boden und federn
es einige Male durch. Eine zweite Person misst nun die neue Länge der festgelegten
Messstrecke, hier als Wert „B“ bezeichnet.
Die Differenz der beiden Werte („A“ – „B“) ergibt den statischen Negativfederweg N1.
4. Im nächsten Schritt setzen Sie sich auf das Motorrad und nehmen soweit wie möglich
Ihre Fahrhaltung ein. Die zweite Person misst erneut den Abstand der Messstrecke, hier
als Wert „C“ bezeichnet.
Die Differenz zum Ausgangswert („A“ – „C“) ergibt den dynamischen Negativfederweg
N2.
A
B
C
Zu folgenden Ergebnissen sollten
Sie kommen:
Statischer Negativfederweg N1:
20 - 30 mm
Dynamischer Negativfederweg N2:
30 - 40 mm
Druck- und Zugstufeneinstellung:
Bei dem Wilbers Cartridge Satz sind
Zug- und Druckstufeneinstellung jeweils
getrennt voneinander in einem Holm
untergebracht. Dabei sind die Zug-
stufenseite mit einem gelben und
die Druckstufenseite mit einem roten
Skalenring gekennzeichnet. Die Dämp-
fung kann unter Verwendung eines
Schlitzschraubendrehers an den Einstell-
schrauben (3) variiert werden. Zusätzlich
zeigt eine kleine Kerbe die Position der
Einstellung an. Die Grundeinstellung
können Sie der beiliegenden Garantie-
karte entnehmen.
Dabei gilt jeweils: 1 minimale Dämpfung / 10 maximale Dämpfung
Hinweis:
Die Druckstufendämpfung wirkt Feder unterstützend, dämpft also die Einfeder-
bewegung. Das bedeutet, dass hiermit das Ansprechverhalten der Gabel bzw. das
Feedback des Fahrzeugs zur Straße im Wesentlichen beeinflusst wird. Je geringer die
Dämpfung, desto besser können Stöße absorbiert werden. Umso höher die Dämpfung,
desto eher werden Stöße ins Fahrwerk eingeleitet.
Die Zugstufendämpfung reguliert die Ausfedergeschwindigkeit der Gabel. Sie sollte
so justiert werden, dass die Gabel maximal schnell ausfedert und nur ganz leicht
nachschwingt. Somit ist gewährleistet, dass das Vorderrad immer den vollen Kontakt
zur Fahrbahn hält.
3
1. Überprüfen Sie, ob Öl aus der Gabel austritt.
2. Überprüfen Sie das innere Gabelrohr auf Kratzer, Dellen oder ähnliche Beschä-
digungen, da dies die Simmerringe beschädigen kann.
3. Überprüfen Sie die Befestigungspunkte der Bremszangen und des Kotflügels.
Führen Sie diese Sichtkontrolle regelmäßig, einmal im Jahr, oder alle 5.000 km aus.
Sollte Ihnen dabei ein Schaden oder Mangel auffallen, so kontaktieren Sie bitte einen
Wilbers Stützpunkthändler oder wenden sich direkt an uns.
Zum Wert- und Funktionserhalt Ihrer Wilbers Gabel / Cartridge Satz empfehlen wir die
Wartungsintervalle von 20.000 km oder zwei Jahren einzuhalten.
Inspektion und Wartung