
8
zu lange Schrauben erhöht sich, wenn der Gummibalg im Betriebszustand unter Druck
expandiert .
QBeim Einbau darauf achten, dass die Bohrungen der Rohrleitungsflansche fluchten. Falls
erforderlich drehbare Flansche am Kompensator nachjustieren.
QBeim Durchfluss von aggressiven Medien (z.B. Seewasser, Säuren, Laugen etc.) müs-
sen sowohl die Rohrleitungs-Innendurchmesser als auch die Flansch-Dichtflächen einen
wirksamen Korrosionsschutz aufweisen.
Abb. Die Dichtflächen der Gegenflansche müssen vollkommen plan und sauber sein.
Abb. Flansche mit Nut und Feder sind NICHT zulässig.
Abb. Absätze oder drehbare Flansche mit Vorschweißbund müssen mit Ausgleichstü-
cken ausgeglichen werden.
Abb. Drehbare Flansche mit Vorschweißbund sind nicht geeignet. Keine gleichmäßige
Anpressung. (siehe Abb. 7)
Abb. Zusätzlich eingelegte Flachdichtung (65 + 5 Shore A) schützt die Gummidichtflä-
che vor scharfkantigen Rohrenden.
Abb. 10 Scharfkantige Rohrenden zerschneiden die Gummidichtfläche.
Abb. 11 Bei ausgebildeten Gummiflanschen ist volle Anpressung nur bei glatten Gegen-
flanschen möglich.
Abb. 12 Gegenflansche mit Ansatz zerdrücken den Gummiflansch, der hinterliegende An-
pressflansch kippt – Anpressung ungenügend.
QDie Flanschschrauben über kreuz gleichmäßig anziehen. Mit dem Schlüssel Schrau-
benkopf innen halten und Muttern außen drehen, um Beschädigungen am Balg durch
Werkzeuge zu vermeiden. Schrauben nach der ersten Inbetriebnahme nachziehen.
QEine Torsionsbeanspruchung (Verdrehung) des Kompensators während der Montage-/
Demontage und im Betriebszustand ist unzulässig. Dieses gilt insbesondere für Typen
mit Gewindeanschluss, mit Schlüssel am Sechskant gegenhalten.
QBei Elektro-Schweißarbeiten an der Rohrleitung in der Umgebung von Kompensatoren
sind diese durch Erdungslitzen zu überbrücken. Grundsätzlich sind bei Schweißarbeiten
Kompensatoren vor Schweißspritzern und thermischen Belastungen zu schützen.
QBei hohen Strömungsgeschwindigkeiten und damit verbundenen möglichen Resonan-
zen oder Turbulenzen durch Umlenken der Strömungsrichtung (z. B. hinter Pumpen,
Ventilen, T-Stücken, Rohrbögen) wird der Einbau eines Leitrohres (LR) erforderlich.
Beim Einbau ist die Durchflussrichtung zu beachten (Pfeilrichtung = Strömungsrichtung).
QKompensatoren möglichst so einbauen, dass eine Sichtprüfung auf Unversehrtheit in
regelmäßigen Abständen möglich ist.
QKompensatoren zum Schutz gegen Beschädigungen unterschiedlichster Art abdecken.
QDie Bälge nicht mit Farbanstrich versehen und keine Isolierung anbringen.
QVorspannvorrichtungen erst nach dem Einbau entfernen.
QDie Rohrleitungen müssen mit ausreichend dimensionierten Festpunkten zur Aufnahme
der Rohrleitungskräfte und Rohrleitungsführungen ausgestattet werden. Für die fachge-
rechte Ausführung ist der Betreiber verantwortlich.
QRohrleitungs-Festpunkte erst nach der Montage des Kompensators (nach Anziehen der
Flanschschrauben) fixieren.
QEine Druckfestigkeitsprüfung nach Anhang 1, Abschnitt 3.22 der Druckgeräte-Richtlinie
97/23/EG wird in der Regel nicht vom Hersteller durchgeführt. Diese ist nach dem Ein-
bau in das Rohrleitungssystem durch den Betreiber durchzuführen (PT = 1,43 x PS).