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Aufhängen des Gehäuses
Für optimale Ablesbarkeit der Uhr empfehlen wir das 10 mm Bohrloch für den Dübel in
ca. 180 cm Höhe (ca. Augenhöhe) anzubringen. Diese Position entspricht der Zifferblattmitte.
Setzen Sie den Dübel ein. Schrauben Sie nun die Stockschraube mit aufgesetzter Hutmutter
so tief in die Wand, bis die Schraube nur noch 4 cm aus der Wand ragt. Nehmen Sie die
Hutmutter wieder ab. Hängen Sie nun das leere Gehäuse mit der Zentralbohrung über den aus
der Wand ragenden Schraubenstumpf. Setzen Sie nun die beiden Scheiben und die Hutmutter
auf und schrauben Sie die komplette Stockschraube tiefer in die Wand, bis das Gehäuse sanft
gegen die Wand gedrückt wird. Richten Sie das Gehäuse mit der Wasserwaage senkrecht aus.
Schrauben Sie nun die 4 Kastenhalteschrauben in den Gehäuseecken ein, bis sich die Spitzen
in der Wand verkrallen.
Einhängen des Pendels
Achtung!
Halten Sie das Pendel immer nur am freien Pendelstab, nie am Teller oder am
Tischchen des Luftdruckinstrumentes.
Weil das Uhrwerk schon ausgebaut ist kann man nun das vernickelte Schutzrohr vom Pendel-
galgen (befindet sich oben an der Werkhalteplatte zwischen den Werkpfeilern) abziehen.
Nehmen Sie dann die Pendelfeder
aus dem Galgen und legen Sie diese
in Reichweite ab. Nun schrauben Sie
die Schutzkappe von der Pendel-
spitze. Damit die höchst empfindli-
che Pendelfeder nicht beschädigt
wird, empfiehlt es sich, diese in den
Schlitz des Pendelhakens von unten
einzuführen und dann festzuhalten.
Nun hängen Sie das Pendel samt
Feder vorsichtig in den Pendelgalgen
der Werkhalteplatte ein.
Schieben Sie anschließend das Schutzrohr wieder auf den Pendelgalgen. Richten Sie durch
Drehen der seitlichen Rändelmuttern die Pendelskala so aus, dass die Spitze des Pendels exakt
auf die »0« zeigt.
Einbau des Werkes
Lösen und entfernen Sie zuerst die Transportsicherung für den Anker, Hammer und die Tonfeder.
Vorsicht: Beim Aufsetzen des Werkes auf die vier Pfeiler, darauf achten, dass der
Hammer nicht mit dem Pendel kollidiert! Danach drücken Sie das Uhrwerk ganz nach hinten
und schrauben Sie es mit den vier Werkhaltemuttern fest an. Bitte achten Sie hier auf den
Schlagwerkshammer, dieser darf sich nicht mit der Tonfeder verklemmen. Ist das Uhrwerk
in das Gehäuse eingebaut, hängt der Hammer idealerweise einige Millimeter frei über dem
geraden Teil der Tonfeder. Um den Antriebsimpuls vom Werk zum Pendel weiterzugeben, muss
der Antriebsstift des Ankers nun in die dreieckige Ausfräsung der Sicherheitsklappe am
Abfalleinsteller eingesetzt werden.
Dazu greifen sie seitlich hinter das Werk, drücken den Hebel mit der Ausfräsung vorsichtig
nach hinten und oben, bis der Antriebstift in die dreieckige Ausfräsung passt.
In Gang setzen der Uhr
Bitte beachten Sie: Das am Boden markierte bzw. beschriftete Gewicht muss in die linke
Seilrolle eingehängt werden, dieses Gewicht ist das Schwerere.
Achtung: Die Gewichte sind unterschiedlich schwer, das linke Gewicht (5.000g) ist auf der
Unterseite mit »Left-links« markiert. Mit der Kurbel wird die Uhr entgegen dem Uhrzeigersinn
eine Umdrehung aufgezogen.
Unter genauer Beobachtung der Pendelspitze und der Skala lenkt man nun das Pendel seitlich
ganz langsam so weit aus, bis – hervorgerufen durch den Fall des Ankerradzahnes auf die
Ankerpalette – ein »Tick« zu hören ist. Die Zahl der Winkelminuten auf der Skala, exakt im
Zeitpunkt des Tickgeräusches, muß man sich merken. Anschließend lenkt man das Pendel zur
anderen Seite aus bis das »Tack« zu hören ist. Idealerweise sollte auf beiden Seiten der
gleiche Wert von Winkelminuten auf der Skala abgelesen werden. Musste das Pendel, um
das Tickgeräusch zu hören, z.B. auf die rechte Seite weiter ausgelenkt werden als auf die linke,
können Sie dies korrigieren indem Sie die Einstellschraube am Pendelstab hinter dem Werk
entsprechend nach rechts verdrehen.
Anschließend die Uhr nur soweit aufziehen, dass das obere Ende der Seilrollen ca.
1 cm unterhalb des Zifferblattringes bleibt.
Einstellen der Uhrzeit
Beim Einstellen der Zeit darf der Minutenzeiger ausschließlich vorwärts gedreht werden.
Die Uhr sollte so eingestellt werden, dass die Mondphasenanzeige immer in der Nacht weiter-
schaltet. Zu jeder vollen und halben Stunde sollten Sie das Schlagwerk immer komplett aus-
schlagen lassen. Den Sekundenzeiger dürfen Sie nicht verdrehen. Um diesen mit dem
Sekundenzeiger einer anderen Uhr (z.B. einer Funkuhr) zu synchronisieren, halten Sie das Pendel
an sobald der Sekundenzeiger die Markierung der sechzigsten Sekunde erreicht. Lassen Sie
das Pendel zum Starten Ihrer Uhr in dem Moment wieder los, in dem der Sekundenzeiger der
Vergleichsuhr die sechzigste Sekunde erreicht hat.