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Achtung:
Für alle Mikrofoneingänge ist eine Phantomspeisung von +24 V zugeschaltet. Wenn Sie Geräte mit unsymmetrischen
Ausgängen anschließen, muß ein Koppelkondensator eingefügt werden bzw. die Phantomspeisung abgeschaltet werden.
Bei Mischbetrieb von Kondensatormikrofonen und Geräten mit unsymmetrischen Ausgängen empfehlen wir Ihnen, die
Phantomspeisung je nach genutztem Eingang abzuschalten (siehe Kapitel 7. „Konfiguration auf der Grundplatine“).
Wenn der MIX 10 mit dem Schnittstellen-Nachrüstsatz AP 232 erweitert wird, sind weitere Grundeinstellungen für die Lautstärkeregelung
der Mikrofonsumme möglich (siehe Kapitel 11. „Nachrüstung mit AP 232“).
Wenn der MIX 10 mit dem Schnittstellen-Nachrüstsatz AP 100 erweitert wird, ist es möglich, je nach Grundkonfiguration der Jumper, die
Mikrofonsumme getrennt von der Tonträgersumme (optional RC 10) oder die Gesamtsumme zu regeln.
4.1.1 Vorrangschaltung
Die Priorität der bevorrechtigten Mikrofoneingänge ist sprachgesteuert (Ducking-Funktion). Die Vorrangschaltung ist für Mikrofon-
eingang 1 oder für alle Mikrofoneingänge möglich. Die ausgeblendeten Signale werden um 40 dB abgesenkt. Die Ausblendtiefe,
Ausblend- und Einblendgeschwindigkeit können nur in Verbindung mit der Nachrüst-Platine AP 232 eingestellt werden (siehe Kapitel 11.
„Nachrüstung mit AP 232“).
Bei Ducking-Funktion für Mikrofoneingang 1 werden die Mikrofoneingänge 2 bis 6 sowie der ausgewählte Tonträgereingang ausge-
blendet.
Bei Ducking-Funktion für alle Mikrofoneingänge wird nur der ausgewählte Tonträgereingang ausgeblendet.
Eine Ausblendung erfolgt durch das Besprechen des an einem der bevorrechtigten Mikrofoneingänge angeschlossenen Mikrofons. Als
Mikrofon sind ein Handmikrofon oder eine Tischsprechstelle möglich.
Im Auslieferungszustand ist die Ducking-Funktion nicht aktiv. Falls diese gewünscht ist, muß die entsprechende Konfigu-ration auf der
VCA-Platine und auf der Grundplatine vorgenommen werden (siehe Kapitel 6. „Jumper-Konfiguration“ und Kapitel 7. „Konfiguration auf
der Grundplatine“).
Wenn der MIX 10 mit dem Schnittstellen-Nachrüstsatz AP 232 erweitert wird, sind weitere Einstellungen bei der Ducking-Funktion mög-
lich (siehe Kapitel 11. „Nachrüstung mit AP 232“).
4.2 Tonträgereingänge
Vier getrennte Cinch-Tonträgeranschlüsse für Eingang befinden sich auf der Geräterückseite des Mischsystems. Einer dieser vier
Tonträgereingänge kann mit dem entsprechenden Quellenwahlschalter (3) ausgewählt werden. Die Anschlüsse sind unsymmetrisch ausge-
führt und eignen sich für Stereo-Quellen. Bei jedem Eingang kann die Eingangsempfindlichkeit (Gain) intern auf der Grundplatine
eingestellt werden (siehe auch Kapitel 7. „Konfiguration auf der Grundplatine“). Die Eingangslautstärke wird auf der Vorderseite mit dem
Lautstärkeregler (2) eingestellt.
Beim Einschalten stellt sich immer Tonträgereingang 1 - „Tuner“ ein (der Quellenwahlschalter (3) funktioniert nach dem Ausschalten des
MIX 10 noch einige Sekunden bis der Speicherkondensator entleert ist).
Wenn der MIX 10 mit dem Schnittstellen-Nachrüstsatz AP 232 erweitert wird, sind weitere Grundeinstellungen des Quellenwahlschalters
und der Lautstärkeregelung für die Tonträgersumme möglich (siehe Kapitel 11. „Nachrüstung mit AP 232“).
Wenn der MIX 10 mit dem Schnittstellen-Nachrüstsatz AP 100 erweitert wird, ist die Quellenanwahl über externe Schalter oder die optio-
nale RC 100 möglich.
4.3 Mix-Eingang
Der Mix-Eingang (19) befindet sich auf der Geräterückseite. Der Anschluß ist unsymmetrisch ausgeführt und eignet sich für Stereo-
Toneinspielungen. Dieser Eingang dient zum Anschluß von z.B. weiteren Mischsystemen wie Mischpulte oder MIX 10.
Beim Mix-Eingang kann die Eingangsempfindlichkeit (Gain) intern auf der Grundplatine eingestellt werden (siehe auch Kapitel 7.
„Konfiguration auf der Grundplatine“).
Je nach Einsatz des MIX 10 und Konfiguration auf der Grundplatine dient dieser Anschluß als Return für den Insert (siehe Kapitel 4.5
„Insert“ und Kapitel 6. „Jumper-Konfiguration“).
4.4 Record Out - Aufnahmeausgang Mikrofonsumme
Die Aufnahmebuchse (18) ist unsymmetrisch beschaltet (0 dB). Sie dient zum Anschluß von Tonaufzeichnungsgeräten. Das Signal,
das zur Aufnahme zur Verfügung steht, ist die Summe der Mikrofoneingänge vor der Klang- und Summenlautstärkeregelung.
Je nach Einsatz des MIX 10 und Konfiguration auf der Grundplatine dient dieser Anschluß als Send (L) und Return (R) für den Insert (siehe
Kapitel 4.5 „Insert“ und Kapitel 6. „Jumper-Konfiguration“).