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Abbildung - Beziehung zwischen CO-Konzentration und Expositionszeit für verschiedene
%COHb (leichte/mittelschwere Belastung)
Chronische Auswirkungen auf Hochrisikogruppen
Personen mit koronarer Herzkrankheit, die niedrigen CO-Konzentrationen
ausgesetzt sind, zeigen eine verminderte körperliche Belastbarkeit, und der
Zeitpunkt des Auftretens einer durch körperliche Anstrengung ausgelösten
Angina pectoris ist bei solchen Patienten, die niedrigen CO-Konzentrationen
ausgesetzt sind, verkürzt.
Kohlenmonoxid überwindet leicht die Plazentaschranke und kann die normale
Entwicklung des Fötus gefährden.
Eine Reihe von Risikogruppen sind aufgrund verschiedener
Organbeeinträchtigungen oder spezifischer Veränderungen besonders
empfindlich gegenüber den Auswirkungen von CO, vor allem:
•Personen, deren Sauerstofftransportkapazität aufgrund von Anämie oder
anderen Hämoglobinstörungen verringert ist;
•Personen mit erhöhtem Sauerstoffbedarf, wie er bei bei Fieber,
Hyperthyreose oder Schwangerschaft;
•Personen mit systemischer Hypoxie aufgrund von Ateminsuffizienz; d)
Personen mit Herzerkrankungen und Gefäßinsuffizienz.
In den Leitlinien der WHO heißt es, dass zum Schutz von nicht rauchenden
Bevölkerungsgruppen mittleren Alters und älterer Menschen mit
nachgewiesener oder latenter koronarer Herzkrankheit vor akuten
ischämischen Herzinfarkten und zum Schutz der Föten nicht rauchender
Schwangerer vor unerwünschten hypoxischen Wirkungen ein COHb-Wert von
2,5 % nicht überschritten werden sollte. Die folgenden WHO-Richtwerte und
Zeiträume für zeitlich gewichtete Durchschnittsexpositionen wurden so
festgelegt, dass der COHb-Wert von 2,5 % nicht überschritten wird, selbst wenn